Wenn jeder Schritt zur Frage wird: Ein Fuß, viele Möglichkeiten, ein klarer Weg - Die Sonderseite mit Dr. Pfleghar
Fußprobleme werfen oft viele Fragen auf. Wenn Beschwerden einmal da sind: Wie belastbar ist der Fuß noch, wird es schlimmer oder muss operiert werden oder gibt es Alternativen? Fußbeschwerden sind selten eindimensional und entwickeln sich häufig über längere Zeit. Fehlstellungen, Sehnenprobleme und Verschleiß greifen dabei ineinander, etwa bei Fehlstellungen wie einem Hallux valgus, Hammerzehen, Überbeinen oder einem Plattfuß. Auch Beschwerden an der Achillessehne, ein Fersensporn, Sehnenrisse sowie Arthrose am Großzehengrundgelenk oder an der Fußwurzel und Verletzungen nach Sportunfällen können den Alltag deutlich negativ beeinflussen.
In der Fußsprechstunde von Dr. Ulrich Pfleghar geht es nicht um eine schnelle Abwicklung, sondern um einen strukturierten, nachvollziehbaren Weg, Beschwerden begreiflich und verständlich zu machen und alle möglichen Therapieoptionen aufzuzeigen, damit sich Betroffene auch besser mit dem gesundheitlichen Problem auseinander setzen können. Voreilige Entscheidungen müssen zum Glück nie getroffen werden.
Was ist aus Ihrer Sicht der wichtigste erste Schritt bei Fußbeschwerden?
Dr. Pfleghar: Zunächst geht es darum, genau hinzuschauen und zuzuhören. Am Anfang steht immer eine ausführliche Untersuchung. In den meisten Fällen liefert bereits ein Röntgenbild wegweisende Informationen. Bei speziellen Fragestellungen, insbesondere z.B. bei Sehnenverletzungen, kann ergänzend ein MRT sinnvoll sein. Mir ist wichtig, den Fuß als funktionelle Einheit zu betrachten, denn Schmerzen entstehen selten isoliert an einer einzigen Stelle.
Warum ist eine klare Einordnung oft wichtiger als eine schnelle Entscheidung?
Dr. Pfleghar: Viele Fußbeschwerden entwickeln sich schleichend. Deshalb besteht in der Regel kein Zeitdruck. Eine fundierte Einordnung hilft, die Situation realistisch einzuschätzen und unnötige Sorgen zu vermeiden. Wer versteht, woher die Beschwerden kommen und wie sie sich entwickeln können, trifft Entscheidungen ruhiger und sicherer.
Welche Möglichkeiten gibt es, Beschwerden zunächst ohne Eingriff zu behandeln?
Dr. Pfleghar: Sehr viele. Ziel ist es immer, zunächst alle konservativen Optionen auszuschöpfen. Dazu gehören unter anderem eine Einlagenversorgung, Physiotherapie, physikalische Anwendungen oder etwas spezieller eine Gewebebestrahlung. Oft lassen sich Beschwerden dadurch deutlich lindern oder gar auflösen. Wichtig ist, den Verlauf im Blick zu behalten und regelmäßig zu überprüfen, ob die gewählten Maßnahmen greifen.
Woran erkennen Betroffene, dass weitergehende Schritte sinnvoll werden?
Dr. Pfleghar: Wenn Schmerzen bestehen bleiben, die Belastbarkeit oder die Stabilität weiter eingeschränkt ist oder sich Fehlstellungen verschlechtern, kann es sinnvoll sein, über zusätzliche oder speziellere Maßnahmen nachzudenken. Auch dann gilt: Nichts muss überstürzt entschieden werden. Es bleibt ausreichend Zeit für Gespräche, Abwägungen und eine weitere individuelle Therapieplanung.
Und wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder ausgeschöpft sind?
Dr. Pfleghar: In solchen Fällen können operative Verfahren besprochen und indiziert werden. Entscheidend ist, dass der Eingriff zum Fuß und zur Lebenssituation passt. Die operative Technik wird immer individuell gewählt. Ich arbeite dabei unter anderem mit minimalinvasiven Verfahren, die ohne Implantateinsatz auskommen. Das schont das Gewebe und ermöglicht in der Regel eine rasche Wiederaufnahme der Mobilisation und Belastung. Die meisten Eingriffe erfolgen mittlerweile problemlos ambulant, was zunehmend auch von den Krankenkassen gefordert wird, oder mit einer kurzen stationären Verweildauer in der WolfartKlinik Gräfelfing.
Wie erleben Patientinnen und Patienten die Zeit nach einer Operation?
Dr. Pfleghar: Viele sind überrascht, wie gut sie den Eingriff verkraften. Durch moderne Operationstechniken, regionale Anästhesieverfahren und abgestimmte Hilfsmittel bleiben Schmerzen und Mobilität in der Regel gut kontrollierbar. Die OP-Vorbereitung und die Nachbehandlung werden im Vorfeld einer jeden OP ausführlich besprochen, sodass keine Unsicherheit entsteht und alles um den Eingriff gut geplant werden kann. Es ist wichtig, den Patientinnen und Patienten einen realistischen Zeitablauf mit auf den Weg zu geben. Wann geht es wieder an den Arbeitsplatz nach OP? Wann kann man wieder Gassi gehen? Wann darf man wieder Auto fahren? Das sind die klassischen Fragen, worauf es immer eine klare Antwort gibt.
Was gibt Patientinnen und Patienten über den gesamten Weg hinweg Sicherheit?
Dr. Pfleghar:Transparenz und Kontinuität. Die Behandlung bleibt vom ersten Termin bis zum Abschluss in meiner Hand. Ich begleite meine Patientinnen und Patienten persönlich durch alle Phasen, erkläre die erforderlichen Schritte verständlich und übernehme auch die Ausstellung von Rezepten für Physiotherapie und Hilfsmittel. Zudem bin ich auch persönlich erreichbar, wenn es einmal Probleme gibt. Hinzu kommen regelmäßige Fortbildungen sowie meine Zertifizierung in beiden Fachgesellschaften für Fußchirurgie, der GFFC und der DAF. Durch diese Kombination können sich Patientinnen und Patienten selbst ein Bild von der Gesamtbehandlung machen und damit dann auch eine Entscheidung treffen.
Kontakt:
OrthoPraxis
Orthopädische Praxis Gräfelfing
Bahnhofstraße 5
82166 Gräfelfing
Tel: 089 / 898 20 20 30
info@orthopraxis-graefelfing.de
www.orthopraxis-graefelfing.de














